LRS - Lese - Rechtschreibschwäche Lese - RechtschreibkurseKonzept zur Förderung der Lese-/Rechtschreibfähigkeitund zur Prävention von Lese-/RechtschreibschwächeAusgangslage und inhaltliche KonzepteEine ständig wachsende Anzahl von Kindern, die Lese- und Rechtschreibschwächen aufzeigen und deren Hilfe suchende Eltern und Lehrer veranlassten die KollegInnen unserer Schule, zu der Frage: "Wie kann man das Lese-/Rechtschreibproblem in der Schule konzeptionell neu angehen?" Stellung zu nehmen. Dabei stießen wir auf das Forschungsprojekt "Integrative Behandlungs- und Förderungsstrategien bei Kindernmit verfestigten legasthenen Störungen" der Universität Göttingen und das Programm "Kieler Leseaufbau".Beide Konzepte überzeugen durch ihren systematischen Aufbau vom Leichten zum Schweren, ihrer Orientierung an der Verbindung Körper und Geist, sowie dem prozess-orientierten Üben. Die Grundelemente der Programme - konsequente Lauttreue des Wortmaterials, Methode des rhythmisch-methodischen Sprechschreibens, die Anwendung der Lautgebärdensprache und das Einbeziehen von Wahrnehmungsübungen - machen dem Kind die Systematik der deutschen Orthografie als Ganzes verständlich. Wörter gewinnen dadurch an Überschaubarkeit, das Schreiben und dessen Kontrolle verändern sich durch Strategien, an die sich das Kind halten kann.Einen Schwerpunkt setzen wir getreu dem Motto „früh erkennen - begründet handeln“ in der Prävention und konnten in den vergangenen Jahren bereits sehr gute Erfolge verzeichnen. Allein im letzten Jahr (2005/06) machte eine große Zahl der Zweitklässler so große Fortschritte, dass in Klasse 3 kein weiterer Besuch eines LRS-Kurses nötig ist.Zur Zeit nehmen derzeit ca. 20 Schüler/innen an einem zusätzlichen Lese-/Schreibförderprogramm ("Bildungslückenfüller") an Kleingruppenkursen teil. Organisation, Durchführung und FörderdiagnostikNach einem Beschluss der Fachkonferenz Deutsch werden an unserer Schule die Deutschförderstunden ab Klasse 2 zu einem LRS-Pool zusammengelegt und in möglichst 2-stündigen LRS-Kursen organisiert.Für die 1. Klassen gibt es „Sprachclubs“ aus Stunden der sonderpädagogischen Ambulanz.Basis für die Teilnahme an dieser intensiven, gezielten Förderung sind die Ergebnisse der Hamburger Schreibprobe, die zum Schuljahresende in allen Jahrgangsstufen durchgeführt und mit der Unterstützung von Sonderpädagoginnen ausgewertet werden.Im Abgleich mit den Einschätzungen der Deutschlehrer/innen werden so Kinder mit dem größten Förderbedarf ermittelt und klassenübergreifend zusammengefasst.In verlässlichen Kleingruppen arbeiten die Kinder mit festen Kurslehrerinnen, werden in ihren Stärken gefördert und ermutigt und erhalten individuelle Hilfe bei ihrenSchwierigkeiten.Neben den o.g. Konzepten und jeweils spezifisch angepassten oder neu erstellten Lern- und Übungsangeboten können unsere LRS-Kurse verschiedene Software , z.B. GUT1 einsetzen.Dabei gibt es regelmäßigen Austausch mit den Klassen- bzw. Deutschlehrer/innen. Beratung und KooperationDie LRS-Kursleiter/innen, Klassenlehrer/innen sowie die Sonderpädagoginnen stehen den Eltern der lese-/rechtschreibschwachen oder gefährdeten Kindern zur Beratung und zum Austausch über Förderchancen gerne zur Verfügung.Wir kooperieren mit Ärzten, Logopäden und anderen Institutionen.